Vom Pfarrpfrundhof- über Kurhaus mit Luft- und Milchkuren zum Hotel und Restaurant

Der älteste Hausteil des heutigen Waldheim wurde im Urbar der Kirche von Risch erstmals im Jahre 1598 erwähnt. Der damalige Pfarrpfrundhof, genannt "Sannt Verenen Matt" diente vor allem als Heim der Sigristen, die als Selbstversorger nicht nur den Kirchendienst sondern auch die ganze Landwirtschaft besorgten. Aus diesem Lehen bezogen die damaligen Pfarrer zwischen 60 bis 120 Gulden.

Am 3. März 1848 verkaufte der damalige Sigrist - Gregor Lutiger - zum Kaufpreis von 13'000 Gulden das Heimwesen mit Haus, Scheune mit 5 Kühen Sommerung und Winterung, Nebengebäude, Matt, Weide, 1 Jucharte Weinreben und 3 Jucharten Wald an Josef Schriber aus Rüti/Risch. Der Verkäufer behielt für sich und seine ledige Schwester das lebenslängliche und unentgeltliche Wohnrecht vor. Ebenso: Per annum ein Fass Most zu 100 Mass, 16 Mass guten roten Weines und alle Lebensmittel.

Schon Gregor Lutiger musste von Zeit zu Zeit gewirtet haben, denn bei der Kantonalisierung der Wirtepatente im Jahre 1842 wird er als Gesuchsteller aufgeführt.

Eckdaten der Waldheim Geschichte:

1848 Kauf der Liegenschaft mit Wirtschaft, die noch keinen Namen hatte
1883 Einwohnerrat Risch erteilt am 19. Mai das Wirtepatent:
"Es sei dem Pedenten Schriber die anbegehrte Padentierung als Speisewirth zu gewähren." 
1894 Unter Bernhard Schriber erlangte das Waldheim den Status
Tavernenwirtschaft (d.h. mit Beherbergungsrecht).
1908 Fertigstellung des Neu- und Anbaus als Kur- und Ferienhaus. Pro Etage eine Toilette!, Zimmer ohne fliessend Wasser. „Im Sommer erlangte das Haus eine solche Bedeutung, dass das Pfarrhaus zeitweise als Dependance belegt wurde."
1923- 1945 Diverse Renovationen innerhalb des bestehenden Hauses
1954 Ausbau der offenen Veranda in ein wintertaugliches Restaurant
1964 An- und Umbau von Restaurant und Restaurationsküche. Ende der Ferienhotel-Aera und Aufbau als eigentlicher Restaurationsbetrieb.
1984 Umbau des ehemaligen Sommer-Kurhauses als wintertaugliches Hotel mit WC, Dusche/Bad, Selbstwahl-Telefon!, Minibar, Balkon, mit total 12 Zimmern.
1986 An- und Umbau der Veranda mit Erkern und runden Tischen und Weinkeller im Sous-Sol.
1989 Umbau des Bankettsaales
1994- 1995 Anbau des Hotel- und Seminartraktes mit neuer Rezeption. 
ZNN: „Endlich ist im Zuger Ennetsee ein tolles Business-Hotel mit 64 Betten für die unzähligen Geschäftsleute der Region entstanden."
1999 Neubau Bar und Bistro
2000 Total Renovation Restaurationsküche nach der neusten Küchentechnologie
2001 Total Renovation der Kellerräumlichkeiten nach den neusten Erkenntnissen der gekühlten Lagertechnik und Produktionsanlagen. Total Renovation der Meda-Zimmer.
2002 Anbau Blumenoffice für Floristin, Neubau Sommerbar
2004 Umbau der Panoramasäle „Ennetsee" und „Biddeler"
Umstrukturierung EDV und Telefonie
2005 Renovation der Hotelzimmer Golf und Rigi
2008 Umbau des Bankettsaales Ennetsee und Veranda
2009 Neubau Lounge
2012 Verpachtung der Liegenschaft mit Hotel und Restauration, durch die fünfte Generation "Schriber", an die Firma "Hotel Waldheim Risch AG"
Erneuerung von EDV und Telefonie 
2013 Fertigstellung des Hoteleingangs mit Rezeption und Loungebereich
2014 Renovation Treppenhaus Chaletbau

Die sechs Generationen des Familienunternehmens "Waldheim":

I.    Schriber Josef Heinrich Alois (1790 - 1863) verheiratet mit Marianna Lutiger aus dem Moos/Stockeri
II.   Schriber Josef (1826 – 1887) verheiratet mit Annemarie Greter von Böschenrot (Bilddokument im Bistro)
III.  Schriber Bernhard (1850 – 1920) verheiratet mit Marie Meier von Buonas (Bilddokument im Bistro)
IV. Schriber Josef (1900 – 1956) verheiratet mit Berta Müller von Willisau-Land (Bilddokument im Bistro)
V.  Schriber Josef (1946) verheiratet mit Verena Christen von Küssnacht
VI. Schriber Andrea (1975)